Ausbildung

Ausbildung

Sach- und Fachkundeprüfungen im Verkehrsbereich

1196

Prüfer (insgesamt)

1900

Zwischen- und Abschlussprüfungen

9402

Weiterbildungsprüfungen und Zusatzqualifikationen

2498

Neu eingetragene Ausbildungsverträge

5046

Ausbildungsmarkt im Lot

Erneuter Zuwachs an Ausbildungsverträgen

Die IHK konnte 2018 zum dritten Mal in Folge einen Anstieg bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen verzeichnen. Registriert wurden 4.944 Verträge, das sind 72 (plus 1,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Im IHK-Bezirk stellt sich die Entwicklung der Ausbildungsverträge unterschiedlich dar: So hat die IHK bis Ende September 3.271 (Vorjahr: 3.282) Verträge in Düsseldorf registriert, also elf weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 0,3 Prozent). Im Kreis Mettmann wurden dagegen 1.673 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, damit 4,9 Prozent oder 82 Verträge mehr als im Vorjahreszeitraum (Achtung: Die Zahlen gehen so nicht auf: Bei insgesamt 72 Verträgen mehr und elf weniger in Düsseldorf müssen es im Kreis Mettmann 83 Verträge mehr sein). Auch innerhalb der Branchen verlief die Entwicklung unterschiedlich: Deutlich mehr Ausbildungsverträge wurden in den Branchen Elektro (plus 9 Prozent) und Metall (plus 8 Prozent) registriert. Weniger Ausbildungsverträge wurden bei Banken (minus 24 Prozent), Versicherungen (minus 9 Prozent) und in der Gastronomie (ebenfalls minus 9 Prozent) abgeschlossen. Auch auf der Bewerberseite bestehen Unterschiede zwischen Düsseldorf und dem Kreis Mettmann: Während in der Landeshauptstadt die Zahl der bei der Arbeitsagentur gemeldeten Ausbildungsplatz-Bewerber/-innen um knapp fünf Prozent beziehungsweise 181 Personen zunahm, gab es im Kreis Mettmann 146 Bewerber/-innen weniger (minus 4,3 Prozent) als im Jahr zuvor.

Unsere Ausbildungsbotschafter freuten sich über ihre Auszeichnung durch die IHK. (Foto: Anna Schwartz)

Matching - crossmedial

Mit allen Mitteln: Speed-Dating, Hotline, Flyer auf der Rhein-Kirmes…

Der in der IHK neu aufgestellte Bereich „Matching und Bildungsprojekte“ hat mit rund 500 vermittelten Auszubildenden 2018 erfolgreich dazu beigetragen, dass zum Stichtag 30. September über 4.900 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse zu Buche standen – so viel wie zuletzt vor vier Jahren. Maßgeblichen Anteil daran hatten die fünf Azubi-Speed Datings, an denen sich insgesamt 330 Unternehmen beteiligten und durch die 2.500 jugendliche Ausbildungsbewerber_innen erreicht wurden. In der Ferienzeit lief die Ausbildungs-Hotline auf Hochtouren, so dass noch zahlreiche Last-Minute-Vermittlungen realisiert wurden. Die Angebote wurden flankiert durch gezielte Außenaktionen in Velbert und Düsseldorf in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und der Handwerkskammer Düsseldorf. Auch auf der Düsseldorfer Rhein-Kirmes wurden Flyer verteilt und Jugendliche angesprochen. Während der „Langen Nacht der Ausbildung“ wurden 400 junge Menschen an 17 Countern in der IHK individuell über noch freie Ausbildungsplätze beraten. Zum Service gehörten ein Bewerbungscheck, eine Digitalisierungsstation für Zeugnisse sowie ein professionelles Foto-Shooting. Speziell an Geflüchtete richtete sich ein Workshop-Angebot in den Sprachen Farsi und Arabisch, an dem über 100 Gäste teilnahmen.

Ausgebaut wurde darüber hinaus die Zusammenarbeit mit Schulen (50 Schulbesuche) und den Partnern am Übergang von der Schule in den Beruf. So konnten vermehrt Schülerinnen und Schüler in den Abgangsklassen gezielt beim Übergang von der IHK unterstützt und für eine Ausbildung in den IHK-Mitgliedsbetrieben sensibilisiert werden. Etabliert wurden ferner feste Sprechzeiten für Studienzweifler im Rahmen des Kooperationsprojektes „move!“ an der Heinrich-Heine-Universität, um auch dieser Zielgruppe Perspektiven in der dualen Berufsausbildung aufzuzeigen.

Alle Formate wurden begleitet durch ein offensives Presse- und Marketingkonzept unter dem Label „#Ausbildung klarmachen“. Die Facebook-Präsenz der IHK wurde ausgeweitet, zahlreiche Messen wurden besucht und Elternabende initiiert. Die Medienresonanz war entsprechend gut: WDR Fernsehen, Radio WDR 5, Rheinische Post, Westdeutsche Allgemeine Zeitung und andere berichteten über die verschiedenen IHK-Aktionen.

Beim bundesweit größten Azubi-Speed-Dating in der Düsseldorfer Stadthalle hatten 190 Unternehmen mehr als 1.000 freie Lehrstellen im Angebot. (Foto: Anna Schwartz)

Erfolg mit der IHK-Azubi-Challenge

Politik und Wirtschaft stiegen in den Ring

Die IHK Düsseldorf hat mit ihrer ersten IHK-Azubi-Challenge während der Sommerferien sehr erfolgreich für Ausbildung geworben. An fünf Terminen haben sich Teams aus Politik und Wirtschaft in mehreren Wettkämpfen darin gemessen, welches Team Ausbildungsinhalte am schnellsten verstehen und besser umsetzen kann. Austragungsort waren Unternehmen aus Gastronomie, Spedition, Industrie, Kurier- und Expressdiensten sowie der Personenbeförderung. Die Funktion von Spielleiter und Schiedsrichter übernahmen Auszubildende aus den jeweiligen Unternehmen. Nach fünf Challenges stand der Sieger fest: Das Team Wirtschaft gewann gegen das der Politik mit 6:4. Ziel der IHK-Azubi-Challenge war es, Politiker die Ausbildung über den Wettkampf-Aspekt selbst hautnah erleben zu lassen. Genutzt wurde dafür bewusst die nachrichtenarme Zeit während der Schulferien, um für eine kontinuierliche Berichterstattung zum Thema Ausbildung zu sorgen und so für die IHK-Lehrstellenvermittlung zu werben. Beide Ziele wurden erreicht: Für die Politik stiegen neben NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer zehn Bundes- beziehungsweise Landtagsabgeordnete sowie drei Kommunalpolitiker „in den Ring“. Für die Wirtschaft nahmen rund zehn Prozent der Mitglieder der IHK-Vollversammlung die Herausforderung an. Berichtet wurde über die IHK-Azubi-Challenge in zwei Fernsehbeiträgen und 13 Printartikeln. Zudem haben zwölf Politiker über ihre Teilnahme und die IHK-Lehrstellenvermittlung gepostet. Die fünf von der IHK gedrehten Veranstaltungsvideos wurden insgesamt über 8.000-mal angesehen.

Weitere Infos: https://www.duesseldorf.ihk.de/produktmarken/Ausbildung/ihk-azubi-challenge

Bundespräsident ehrt Prüferinnen und Prüfer

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete Prüferinnen und Prüfer aus

Zum Abschluss der "Woche der beruflichen Bildung" besuchten der Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender am 20. April Düsseldorf. In einer Ansprache formulierte Steinmeier Eckpunkte der beruflichen Bildung und beteiligte sich an einer Talkrunde mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik.

Frau Büdenbender informierte sich im Gespräch mit ehrenamtlichen Prüferninnen und Prüfern. Der Bundespräsident betonte, dass von der beruflichen Bildung alle profitierten: Die jungen Erwachsenen selbst, die Wirtschaft, die ihre Wettbewerbsfähigkeit sichere, nicht zuletzt die Gesellschaft, denn berufliche Bildung sorge für Integration durch Arbeit.

Prominente Gäste bei der Veranstaltung „Stark dank Ehrenamt“ mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (von links): NRW-Minister Karl-Josef Laumann; Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH); Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK); Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten und Schirmherrin; der Bundespräsident, Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB); Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz und Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport (KMK); und Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). (Foto: Andreas Wiese)

Initiatoren der Woche der beruflichen Bildung waren mit Unterstützung der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). IHK-Präsident Andreas Schmitz erinnerte daran, dass das Modell der dualen Berufsausbildung weltweit geschätzt werde. "Dass der wirtschaftliche Erfolg der Bundesrepublik auf diesem Ausbildungssystem fußt, hat das Ausland längst erkannt. Nur im Inland scheint dies gelegentlich in Vergessenheit zu geraten", sagte Schmitz.

Prüfungen – jetzt digital

IHK prüft zeitgemäß – erste Prüfungen jetzt digital

Innovative Prüfungsmethoden sind ein wichtiger Baustein für zeitgemäße Prüfungen. Wie eine Prüfung komplett digital laufen kann, zeigt das erfolgreiche Online-Verfahren der Ausbilder-Eignungsprüfung „AEVO“ der IHK Düsseldorf. Bei allen IHK-Fortbildungsabschlüssen ist die Prüfungsorganisation inzwischen vollkommen digital: Anmeldungen, Einladungen, Rücktritte und Projektarbeiten werden ausschließlich online durchgeführt, schnell, transparent und papierlos.

Bei der Ausbilder-Eignungsprüfung ist aber auch die schriftliche Prüfung selbst schon digital.

Das Handling ist dabei einfach, innovativ und übersichtlich. Und die Vorteile überzeugen: flexible Prüfungstermine, PC-gestützte, objektive Ergebnisauswertung, geringere Belastung des Ehrenamts, geringes Risiko bei der Geheimhaltung, digitale Archivierung, motivierte Prüfer und zufriedene Prüfungsteilnehmer. Zur Vorbereitung auf die PC-Prüfung steht eine kostenfreie Testversion zur Verfügung.

Auch in der Ausbildung schreitet die Digitalisierung fort. So können Ausbildungsverträge bequem online erfasst werden. Während der Ausbildung kann der Betrieb die Ausbildung seiner Azubis online verwalten, ihre Ergebnisse einsehen und statistisch vergleichen. Die Prüfungsorganisation wird ebenfalls – Beruf für Beruf – umgestellt. Last but not least konnten durch den Einsatz der neuen Verwaltungssoftware „Elvis“ auch die Fachkundeprüfungen Verkehr auf ein Onlineverfahren umgestellt werden.

Ausbildungsberufe gehen mit der Zeit

Reform von Berufsausbildungen und neuer Beruf

2018 wurden die industriellen Metall- und Elektroberufe sowie die IT-Berufe runderneuert. Wichtiges Element dabei waren auch Fragen der IT-Sicherheit sowie die Vorbereitung auf „Big Data“ und „Mobil Computing“. Im Ergebnis kam es zu sinnvollen Nachjustierungen der industriellen Metall- und Elektroberufe und einer Überarbeitung der IT-Berufe in zwei Schritten. Der E-Commerce „gebar“ sogar einen ganz neuen Beruf, der/die „Kaufmann/-frau im E-Commerce“.

In ihrer „guten Stube“, dem Ernst-Schneider-Saal, informierte die IHK Düsseldorf ihre Ausbilder_innen, Prüfer_innen und Lehrer_innen in vier Veranstaltungen im Februar und März über die Innovationen. Das besondere Interesse der Gäste galt den Experten und Sachverständigen aus den Neuordnungsverfahren, die aus erster Hand berichteten. Die eigentliche Arbeit begann für die Ausbildungsbetriebe aber erst danach, denn die Neuerungen mussten in die Ausbildungspläne eingearbeitet werden – mit Unterstützung der IHK-Ausbildungsberaterinnen und -berater.

Integriert und willkommen

Der IHK-Willkommenslotse vermittelt erfolgreich Geflüchtete in Ausbildung

Seit 2016 vermittelt die IHK Geflüchtete erfolgreich in Ausbildung. Hierfür beschäftigt sie über das vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierte Projekt „Passgenaue Besetzung“ einen sogenannten Willkommenslotsen.

Der Willkommenslotse der IHK informiert und berät kleine und mittelständische Unternehmen in Fragen der Beschäftigung und Qualifizierung von Geflüchteten. Er ist die Schnittstelle zwischen Unternehmen, Geflüchteten, Jobcentern, Arbeitsagenturen und Berufskollegs. Insgesamt konnten 2018 rund 40 Geflüchtete durch den IHK-Willkommenslotsen in die betriebliche Berufsausbildung und weitere zehn in eine Einstiegsqualifizierung vermittelt werden.

An insgesamt fünf Bewerbertagen konnten Geflüchtete ihre Bewerbungsunterlagen prüfen und ihre Kompetenz feststellen lassen, sie konnten Initiativbewerbungen schreiben und wurden durch Rollenspiele auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. Bei der Kompetenzfeststellung wurden häufig – trotz nachgewiesener B1-Zertifikate – nur unzureichende Deutschkenntnisse festgestellt. Diese (noch) ausbildungsunreifen Kandidaten wurden in Absprache mit den Arbeitgebern und der Berufsberatung in berufsvorbereitenden Maßnahmen qualifiziert.

In einer Veranstaltung mit 80 Teilnehmenden (davon die Hälfte Unternehmensvertreter) stellte der Willkommenslotse Ende Oktober die Hilfsangebote während der Ausbildung vor. Fragen rund um das Thema Aufenthaltsstatus und Duldung beantworteten kompetente Fachreferenten aus Arbeitsverwaltung und Ausländerbehörde.

Zwei erfolgreiche Beispiele für die Vermittlung von Flüchtlingen in Arbeit in den Düsseldorfer Hotels Hyatt (Foto oben) und Intercontinental. (Fotos: Paul Esser / Wilfried Meyer)
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