Industrie, Innovation und Umweltschutz

Industrie, Innovation und Umweltschutz

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Veranstaltungen über moderne nachhaltige Industrie, Industrie 4.0, IT und Telekommunikation, Biotechnologie, CE-Kennzeichnung und neue Werkstoffe

6100

Vermittlungen von Interessenten an die Angebote der Recyclingbörse und des ecoFinders

100

Beratungen zum Verpackungsgesetz, Gewerbeabfallverordnung, Reach, Umwelttechnik, Energieeffizienz, Arbeitsschutz, Förderprogramme, CE-Kennzeichnung, Qualitätsmanagement und Produktsicherheit, Vermittlung von Kooperationspartnern in Hochschulen

300

Interessen der Industrie vertreten

IHK hat ihren Industriebereich neu ausgerichtet und industriepolitische Leitlinien entwickelt

Interessanter Austausch beim 14. Petersburger Industriedialog im Steigenberger Grandhotel Petersberg in Königswinter. Mit dabei IHK-Präsident Andreas Schmitz (zweiter von links). (Foto: Jo Hempel)

2018 stand die Industrie im Fokus der IHK Düsseldorf. Die Industriebranchen tragen maßgeblich zur Wertschöpfung und damit auch zum Wohlstand des Industriestandorts Düsseldorf/Kreis Mettmann bei. In enger Zusammenarbeit mit dem IHK-Industrieausschuss hat die IHK die für die Branche wichtigen Themen identifiziert und ihre Mitgliedsunternehmen dazu online befragt. Ziel ist es, deren industriepolitischen Interessen noch besser vertreten zu können. Im Anschluss diskutierte die IHK die identifizierten Themen mit Unternehmen, Politik und Verwaltung in einem mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gemeinsam ausgerichteten Workshop „Produktion und Logistik im urbanen Umfeld“ am 18. April 2018.

Umfrage und Diskussion bildeten die Grundlage für die Industriepolitischen Leitlinien der IHK Düsseldorf, die am 28. Mai 2018 einstimmig von der Vollversammlung verabschiedet wurden.

Wenn über die Entwicklung der Industrie gesprochen wird, ist es wichtig, nicht nur die klassische Industrie, sondern das gesamte Netzwerk Industrie – bestehend aus dem produzierenden Gewerbe, industrienahen Dienstleistungen und technologieorientierten Gründungen – zu beachten. Aktuell untersucht die IHK Düsseldorf diese Verflechtungen und die gegenseitigen Abhängigkeiten der unterschiedlichen Akteure. Ziel ist es, die Bedeutung des Netzwerks Industrie für die Region zu verdeutlichen. Die Ergebnisse der Studie werden im 1. Quartal 2019 veröffentlicht.

Zukunft durch Industrie

Begeisterung bei jungen Menschen wecken

Die Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie e.V., bestehend aus Unternehmen, IHKs, Gewerkschaften, Verbänden, Hochschulen und Privatpersonen, setzt sich für das Thema Akzeptanz von Industrie ein. Ziel ist es, Vorbehalte abzubauen und zugleich mehr Begeisterung für Industrie, insbesondere bei jungen Menschen, zu wecken.

Highlight war die achte Lange Nacht der Industrie an Rhein und Ruhr. Knapp 3.900 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer blickten am 11. Oktober 2018 hinter die Kulissen von insgesamt 93 Industrieunternehmen und an der Aktion beteiligten Institutionen. Die Teilnehmer besuchten am Veranstaltungsabend nacheinander jeweils zwei Unternehmen und konnten dort moderne Produktionsstätten und innovative Produkte erleben und unmittelbar mit Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen. Die Lange Nacht der Industrie Rhein-Ruhr ist die mit Abstand größte Veranstaltung dieser Art bundesweit.

Am 31. Oktober 2018 fand die erste, in Kooperation mit der Natur- und Umweltschutzakademie ausgerichtete „Schülerakademie“ im Mercedes-Benz-Werk in Düsseldorf statt. 60 Schülerinnen und Schüler ab Klasse acht kamen und setzten sich einen Tag lang mit der Thematik „Nachhaltigkeit in der Industrie“ auseinander. Nach einer spannenden Führung durch das Werk konnten die Schülerinnen und Schüler in Workshops selbst nachhaltige Exponate aus industriellen Werkstoffen herstellen.

Ebenfalls zur Nachhaltigkeitsthematik fand am 17. Juli 2018 die Diskussionsreihe „Up2Date: Industrie im Dialog“ an der Heinrich-Heine-Universität statt. Studierende aller Fakultäten hatten die Gelegenheit, sich mit hochrangigen Unternehmensvertretern über die Nachhaltigkeitskonzepte der Unternehmen auszutauschen.

Impressionen zur 8. Langen Nacht der Industrie an Rhein und Ruhr. (Foto: Andreas Wiese)

Go on – go digital!

FuckUp-Night: Fehlerkultur etablieren

Scheitern gehört zum Leben und damit auch zur Wirtschaft. Doch darüber sprechen wollen viele nicht. Um das zu ändern, lud die IHK Düsseldorf unter dem Motto „Aus Fehlern lernt man mehr“ zusammen mit der Blanko GmbH und Super7000 am 19. April 2018 zur FuckUp-Night ein. Eine Fehlerkultur hilft dabei, innovative Ideen auszuprobieren und neue Wege zu finden. Die Umsetzung ist allerdings schwierig: Denn in einer Gesellschaft, in der vor allem Erfolg und Leistung zählen, den Gedanken des Scheiterns zu etablieren, heißt für alle umzudenken. Das Veranstaltungsformat der FuckUp-Night soll diese Bewusstseinsveränderung befördern.

Ein Höhepunkt des Jahres 2018 war auch das Finale des Rheinland Pitches. Das seit 2013 bestehende Format ist inzwischen der größte Start-Up-Pitch-Wettbewerb in Deutschland. (Foto: IHK)

Industrie 4.0 im Kreis Mettmann

Um neue Arbeitswelten ging es bei der Veranstaltung „Konsequenzen der Digitalisierung für die Arbeitswelt“ am 25. Juni 2018 im Campus Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum. Die ISS GmbH beschrieb, wie das Unternehmen in den letzten Jahren neue Raum-, Arbeits- und Digitalisierungskonzepte umgesetzt hat. Durch die Veränderungen stieg die Mitarbeiterzufriedenheit innerhalb eines Jahres signifikant. Im Mittelpunkt stand auch, wie Arbeitgeber_innen ihre Mitarbeiter_innen bei der Digitalisierung mitnehmen können. Die IG Metall stellte in diesem Zusammenhang die Betriebslandkarte „Industrie und Arbeit 4.0“ vor, mit der Geschäftsführung und Betriebsrat gemeinsam Digitalisierungsprozesse gestalten können.

In einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Kreis Mettmann und der Stadt Ratingen informierte die IHK am 6. November 2018 über die passende Förderung und Finanzierung von Digitalisierungsprojekten.

DigitalkPLUS

Alle zwei Jahre richtet die IHK Düsseldorf mit der Digitalen Stadt Düsseldorf den DigitalkPLUS aus. In der historischen Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf stellten sich am 30. Oktober 2018 rund 600 Gäste die Frage „Alles digital?“. Die Referenten diskutierten, wie die Digitalisierung unser Leben verändert. Von Bildung über strukturelle Veränderungen bis hin zur Förderung innovativer Ideen unterstützt die IHK Düsseldorf ihre Mitglieder dabei, die Digitalisierung als Chance zu begreifen und den Wandel zu meistern.

IT-Sicherheit

Am 16. Mai 2018 fand der 2. Cyber-Sicherheits-Tag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der IHK Düsseldorf statt. (Foto: Wilfried Meyer)

Unternehmen aller Branchen und jeder Größe sehen sich heute vielfältigen Risiken durch Cyberbedrohungen ausgesetzt – nicht zuletzt durch die rapide zunehmende Vernetzung von Systemen im Zuge der Digitalisierung. Cybersicherheit wird vor diesem Hintergrund zu einer wesentlichen Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung.

Beim 22. Cyber-Sicherheits-Tag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 16. Mai 2018 in der IHK Düsseldorf zum Thema „Mit Informationssicherheit und Datenschutz zum digitalen Erfolg: EU-DSGVO, NIS-Richtlinie & Co. in der Praxis“ gingen die Veranstalter der Frage nach, was diese Themen für deutsche Unternehmen konkret bedeuten und wie ihre Umsetzung in der Praxis zur Erhöhung der Cybersicherheit beitragen kann.

Die IHK Düsseldorf unterstützt seit Mai 2018 als Multiplikator die Allianz für Cybersicherheit, eine Initiative des BSI in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden. Als Multiplikator engagiert sie sich insbesondere dafür, die Reichweite der Allianz zu erhöhen, indem Informationen zur Cybersicherheit an die Unternehmen weitergereicht werden. Auf gemeinsamen Veranstaltungen erhalten Unternehmen darüber hinaus Informationen zu aktuellen Themen der Cybersicherheit.

Wirtschaft trifft Wissenschaft

IHK als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Hochschulen

Der IHK-Bezirk Düsseldorf/Kreis Mettmann verfügt mit über 20 unterschiedlichen Hochschulen, Institutionen und Forschungseinrichtungen und fast 60.000 Studierenden über eine dichte Hochschullandschaft.

Video: Die IHK hat zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Hochschulen der Region. Das Video macht die IHK als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Hochschulen sichtbar.

IHK und Hochschule Düsseldorf erneuern Kooperationsvereinbarung

Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit wurde der Kooperationsvertrag mit der Hochschule Düsseldorf verlängert. Von links: Professor Dr. Horst Peters (Vizepräsident für Forschung und Transfer der HSD), Professor Dr. Brigitte Grass (Präsidentin der HSD), Andreas Schmitz (Präsident der IHK Düsseldorf), Gregor Berghausen (Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf).

Zehn Jahre nach der Erstunterzeichnung erneuerte die IHK Düsseldorf und die Hochschule Düsseldorf (HSD) den Kooperationsvertrag. „Gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf wollen wir den Wissens- und Wirtschaftsstandort Düsseldorf fördern. Dabei haben wir insbesondere die Versorgung unserer Unternehmen mit qualifizierten Fachkräften im Blick. Selbstverständlich geht es uns aber auch um den Technologietransfer, das heißt die Ergebnisse von Lehre und Forschung für die Wirtschaft im IHK-Bezirk nutzbar zu machen.“ Mit diesen Worten fasste IHK-Präsident Andreas Schmitz die Ziele der Kooperationsvereinbarung zusammen. Neben den Themen Ausbildung, Qualifizierung und Technologietransfer sieht die Vereinbarung die Zusammenarbeit auf den Feldern wissenschaftliche Weiterbildung, duale Studiengänge sowie Standortmarketing vor.

Technologie-Transfer: Kooperation mit mehr als 20 Hochschulinstituten

Viele Innovationen wären ohne Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gar nicht zu Stande gekommen. Um diese Zusammenarbeit zu fördern, lud die IHK zusammen mit dem Innovationsprojekt „Clearly Open“ am 28. November 2018 zu der Veranstaltung „Come&Cooperate“ ein. Ziel war es, marktreife Produkte und Innovationen zu entwickeln. Die fachliche Bandbreite der mehr als 20 teilnehmenden Hochschulinstitute reichte vom Maschinenbau über künstliche Intelligenz und Akustik bis hin zur Wahrscheinlichkeitstheorie.

Ressourcen und Umwelt schützen

Energie-Scouts – Azubis können viel bewirken!

(Foto: IHK Düsseldorf)

Viele Unternehmen kennen es: Die Betriebskosten für Energie und Ressourcen sind hoch. Mit guten Ideen können oft einfache Verbesserungen gefunden werden. Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung oder die gezielte Beseitigung von Druckluftleckagen sind nur zwei Beispiele für kostengünstige Effizienzmaßnahmen. Das besondere an diesen Projekten: Azubis haben die Maßnahmen identifiziert und vorangetrieben.

30 Auszubildende aus verschiedenen Unternehmen werden bis zum März 2019 von der IHK zu sogenannten "Energie-Scouts" weitergebildet. Die Auszubildenden lernen in drei Workshops verschiedene Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneinsparung kennen und sollen eigene Ideen zu diesen Themenfeldern entwickeln, energetische Schwachstellen im Unternehmen aufdecken und praktische Verbesserungsvorschläge ausarbeiten.

Das Projekt findet im Rahmen der vom Bund und von der IHK-Organisation unterstützten "Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz" statt. Eine Projektfortsetzung im Jahr 2019 ist geplant. Interessierte Unternehmen kontaktieren die IHK bitte unter:

Kontakt

Neuerungen im Umwelt- und Abfallrecht

In einer IHK-Veranstaltung zum Emissionshandel am 4. Juli 2018 diskutierten 110 Teilnehmer_innen, ob der europäische Emissionshandel vor der vierten Handelsperiode als Belastung oder Chance zu sehen ist. Ihr Fazit: Das europäische Klimaschutzziel 2020 wird trotz der deutschen Zielverfehlung erreicht. Von 2021 bis 2030 wird ein Gesamtvolumen von 15,5 Milliarden Emissionszertifikaten in Umlauf kommen, davon 57 Prozent in die Versteigerung und 43 Prozent in die kostenlose Zuteilung. Wirtschaftszweige, die dem „Carbon Leakage“-Risiko unterliegen, also dem Risiko, ihre Produktion in Länder mit weniger strengen Emissionsauflagen zu verlegen, erhalten eine komplett kostenlose Zuteilung auf Basis der Produktbenchmarks. Die Versteigerungserlöse werden in Deutschland zu 100 Prozent in den Energie- und Klimafonds (EKF) fließen und dann vollständig für Klimaschutzbelange eingesetzt.

Die IHK Düsseldorf informierte im ganztägigen Workshop „Neues im Umweltrecht“ am 17. September 2018 über Gesetzesänderungen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften, um die Umweltschutzverantwortlichen zu schulen. Besonderes Augenmerk müssen die Unternehmen auf die geänderten Regelungen in der Gewerbeabfallverordnung legen, die eine erhöhte Dokumentationspflicht von den Abfallerzeugern fordert. Weitere wichtige Themen waren die Fristen und neuen Anforderungen für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und die Benennung von Sachverständigen gemäß der 42. Bundesimmissionsschutzverordnung.

Am 2. November 2018 trafen sich 75 Firmenvertreter_innen zur Veranstaltung über das Verpackungsgesetz. Dieses tritt am 1. Januar 2019 in Kraft und ersetzt damit die bisherige Verpackungsverordnung. Zielsetzung des neuen Verpackungsgesetzes ist es, ein gerechteres System für alle lizenzierten Verpackungen zu schaffen und alle Marktteilnehmer zu einer Kostenübernahme des Recyclings zu bewegen.

Ein wichtiges Fazit: Nach dem neuen Verpackungsgesetz ist es nicht mehr wichtig, ob es sich um ein B2B- oder B2C-Geschäft handelt. Im Fokus stehen jetzt ausschließlich zwei Punkte: die Art der Verpackung und ob sie sich im Katalog der Zentralen Registerstelle wiederfindet.

Facebook iconInstagram iconTwitter iconYouTube iconLinkedIn iconWhatsApp iconMail icon